Gespeichert unter: Ernte
Leider war das letzte Jahr ein fürchterlicher Reinfall. Anstatt zwei bis drei konnten wir gerade mal einen Schnitt machen, und selbst bei dem ist ein großer Teil des Heus verregnet. Unsere Pläne sind damit erst Mal aufgeschoben. Hoffentlich wird die nächste Ernte besser…
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Frisch geerntetes Heu ist für die meisten Tiere unbrauchbar. Pferde können Koliken bekommen, Schafe und Ziegen Blähungen, die sogar tödlich verlaufen können. Außerdem ist der Feuchtigkeitsanteil für eine langfristige Lagerung zu hoch. Viele der enthaltenen Gräser brauchen, um für die Tiere leicht verdaubar zu sein, eine gewisse Gärzeit. Diese Gärung bringt aber auch Probleme mit sich. Im Inneren des Ballens können hohe Temperaturen entstehen, die bis zur Selbstentzündung führen. Bei zu feucht eingebrachtem Heu riskiert man so einen Großbrand.
Mit dem zweiten Schnitt (der für die betroffenen Wiesen eigentlich der erste ist) hatten wir fast Pech, bedrohlich dunkle Wolkenformationen wollten uns die Ernte vermiesen. Zum Glück konnten wir dann aber doch noch rechtzeitig alles einfahren, so hat auch diese Charge das Attribut “regenfrei” verdient.
Der erste Schnitt ist jetzt ausgeschwitzt, das Heu ist tatsächlich eines der Besten, die wir je geerntet haben. Mittlerweile haben wir Kontakt zu einer Handvoll Tierfutterhändlern aufgenommen, allerdings gibt es noch keinen, der unser Heu ins Sortiment nehmen will. Aber da bin ich optimistisch, alleine die Qualität wird für sich sprechen.
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Ob die Klimaänderung Schuld trägt? Bei den hochsommerlichen Temperaturen am letzten Wochenende haben wir uns entschlossen, den ersten Schnitt zu machen. Das ist zwar zwei Wochen früher als geplant, aber so eine Wetterlage muss man nutzen. Bei Temperaturen um 30 Grad konnten wir schon nach eineinhalb Tagen Trockenzeit ein rohfaserreiches, saftig-grünes Heu einfahren. Wir hatten mit Gewittern gerechnet, daher haben wir nur die erste Wiese bestellt. Das wir so nur drei Fuder abladen mussten kam uns aber bei dem schwülen Wetter durchaus entgegen.